Eltern – die Herkunftsfamilie

Eltern können sich in einer akuten Krisensituation befinden, wenn die eigenen Kinder in einer Gast- oder Pflegefamilie betreut werden sollen. Die Bewältigung vielfältiger Probleme steht an und sie haben alle Hände voll zu tun, die eigene Handlungsfähigkeit zu erhalten oder wieder herzustellen. Als Eltern können Sie die Fremdunterbringung ihres Kindes als eine Entlastung erleben, doch es können auch unangenehme Gefühle auftreten. Sie können zum Schluss kommen, dass Behörden und Fachpersonen, sie als Eltern gut verstehen und der Umgang mit Ihnen transparent und korrekt verläuft. Doch es kann auch zu einer gegenteiligen Einschätzung kommen, die sie als Eltern zusätzlich verunsichert. Vielleicht sind Sie froh, dass für Ihr Kind nun gesorgt wird und fragen sich: wer hilft denn nun Ihnen als Eltern? Auch kann es sein, dass  zu Beginn der Fremdunterbringung noch unklar ist, in welcher Form Sie beteiligt sind und bleiben werden und wie lange das Ganze dauern wird?

Selbst wenn verschiedene Fachkräfte und die Pflegefamilie sich für Ihr Kind engagieren, ist es für uns wichtig, dass Ihre Fragen und Anliegen an die richtige Stelle und zur zuständige Fachperson oder Behörde gelangen können.

Auch wissen wir, dass Fremdunterbringungen mit Differenzen und Konflikten einhergehen können, doch es ist unser Ziel, Belastungen für ihr Kind so gering wie möglich zu halten und uns dafür zu engagieren, dass eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Ihnen als Eltern und der Pflegefamilie entstehen kann.

Ansprechpartner für die Eltern

Das sind der Beistand oder die Beiständin sowie die Fachperson von Bussola, die die Unterbringung ihres Kindes in der Pflegefamilie begleiten. Wir vermitteln zwischen den Beteiligten und Betroffenen und stellen sicher, dass Sie als Eltern über den Verlauf der Unterbringung informiert werden. Bussola steht in regelmässigem Kontakt mit ihrem Kind, der Pflegefamilie sowie dem Beistand oder der Beiständin.

Dauer der Fremdunterbringung

Über die Dauer der Unterbringung zu entscheiden liegt nicht bei Bussola und auch nicht bei der Pflegefamilie. Die KESB, der Beistand, die Beiständin wird mit Ihnen als Eltern und unter Einbezug Ihres Kindes darüber befinden. Auch legen sie weitereichende Formen von Hilfen fest, die für Sie als Eltern wichtig sein können.

Erreichbarkeit

Ihren Ansprechspartner bei Bussola können Sie tagsüber telefonisch erreichen. Nach 18.00 Uhr und an den Wochenenden steht Ihnen der Bereitschaftsdienst für dringende Angelegenheiten zur Verfügung. Sollten unsere Leitungen besetzt sein, so hinterlassen Sie Namen und Telefonnummer, damit wir schnellstmöglich zurückrufen können.

Kontakt zu Ihrem Kind

Selbstverständlich können Sie mit ihrem Kind telefonieren und es besuchen, ausser der Beistand oder die Beiständin haben von der Behörde her Auflagen, dass dies nicht in der Pflegefamilie, sondern an einem anderen Ort stattfinden muss. Bei Besuchen in der Pflegefamilie gilt grundsätzlich, dass diese mit ihr abgesprochen werden sollten. Es kann sein, dass sie bereits etwas vorhat, wenn Sie zu Besuch kommen möchten. Die Pflegefamilie möchte auch ein guter Gastgeber für Sie als Eltern sein, doch dazu möchten sie auch gefragt werden, ob es passt.

Auch können Sie sich direkt an Bussola wenden.